Klarstellung der Bundesregierung zur EnEV 2009: Unsicherheiten bei der Bewertung von Hallenheizungen beseitigt!
In ihrer XII. Auslegungsstaffel zur Energieeinsparverordnung hat die Fachkommission der Bundesregierung endlich eindeutige Klarheit im Hinblick auf die energetischen Anforderungen der EnEV 2009 an Hallenheizungssysteme geschaffen: dezentrale, gasbetriebene Hallenheizsysteme erfüllen die Anforderungen der EnEV 2009.

In ihrer XII. Auslegungsstaffel zur Energieeinsparverordnung hat die Fachkommission der Bundesregierung auf Ihrer Sitzung am 24.02.2010 endlich eindeutige Klarheit im Hinblick auf die energetischen Anforderungen der EnEV 2009 an Hallenheizungssysteme geschaffen. Als Referenzsystem für Hallengebäude [Nichtwohngebäude mit Raumhöhen >] ist eine dezentrale, gasbetriebene Warmluftheizung definiert
[siehe www.bbsr-energieeinsparung.de].
Einige kommerzielle Softwareprogramme hatten für Verwirrung im Markt durch eine fehlerhafte Interpretation der EnEV-Anforderungen in diesem Punkt gesorgt und werden nun kurzfristig korrigierte Programmversionen bereitstellen.
Damit ist klar: dezentrale, gasbetriebene Hallenheizsysteme erfüllen die Anforderungen der EnEV 2009. Dies wird im Energieausweis, der seit Mitte 2009 bei Neubauten von Nichtwohngebäuden verpflichtend ist, dokumentiert. Die Nachweisführung kann mit dem figawa-Berechnungsmodul „Energieausweis für Hallengebäude nach DIN V 18599“ erfolgen, eine vom ITG Dresden geprüfte Software, die speziell für Hallengebäude geschaffen wurde [Bezug für 29.- € über www.figawa.de].
Bezüglich des für Neubauten ebenfalls relevanten EEWärmeG [Erneuerbare Energien Wärmegesetz] ergibt damit für Hallengebäude folgende Konstellation: Neben der häufig sehr investitionsintensiven Nutzung eines Anteils erneuerbarer Energien zur Hallenbeheizung sieht das Gesetz in § 7.2 Anlage Punkt VI auch die Möglichkeit von „Ersatzmaßnahmen“ durch zusätzliche Einsparung beim Energiebedarf des Gebäudes um 15% vor, denn die beste Energieform ist diejenige, die erst gar nicht benötigt wird. In modernen Hallengebäuden werden diese Anforderungen in der Regel durch die Kombination von vertretbaren Wärmeschutzstandards der Gebäudehülle [hier: Fassadenisolierung 100mm und Dachisolierung 140 mm jeweils in WLG 035] mit einem effizienten Strahlungsheizsystem [Hellstrahler- oder Dunkelstrahleranlagen] deutlich übererfüllt. Der Nachweis erfolgt im Energieausweis, der in seinem neuen Layout nach EnEV 2009 die Erfüllung der „Ersatzmaßnahmen gemäß EEWärmeG § 7.2“ automatisch mit prüft und dokumentiert.
Mit innovativen Schwank-Hallenheizungssystemen stehen damit nachhaltige und wirtschaftliche Lösungen zur Beheizung von Hallengebäude heute und in Zukunft zur Verfügung. Bedarfsgerecht geplante Heizsysteme von Schwank:
- erfüllen alle energetischen Anforderungen der EnEV 2009
- ermöglichen die Erfüllung des EEWärmeG
- minimieren den Ausstoß an CO2 und Schadstoffen
- halten die Investitionskosten niedrig und
- senken nachhaltig die Energie- und Betriebskosten von Hallengebäuden.
Forschungsprojekt in Vorbereitung der geplanten EnEV 2012
„Gesamtanalyse Energieeffizienz Hallenheizungssysteme“
Auf Antrag der figawa [Bundesvereinigung der Firmen im Gas- und Wasserfach e.V., www.figawa.de], in der auch die Herstellerfirmen dezentraler Hallenheizsysteme organisiert sind, hat die Bundesregierung ein Forschungsprojekt zur Energieeffizienz von Hallengebäuden gestartet. Mit den Forschungsarbeiten, die auf 18 Monate angelegt sind, sollen Grundlagen für die geplante Novellierung der Energieeinsparverordnung [EnEV 2012] geschaffen werden.
Die Forschungsarbeiten werden am Institut für Technische Gebäudeausrüstung Dresden [Prof. Oschatz] und an der Universität Kassel [Prof. Maas] durchgeführt. Beide Institute sind maßgeblich an der Schaffung von Regelwerken zur energetischen Bewertung von Gebäuden und Anlagen [DIN V 18599] beteiligt.
In der Studie soll das Zusammenwirken von modernen Hallenheizsystemen mit der typischen Gebäude- und Nutzungsstruktur von Hallen zur gewerblichen und industriellen Nutzung näher untersucht werden, um gezielt zukünftige Einsparpotentiale von Energie und CO2 in Hallengebäuden als Sonderform von Nichtwohngebäuden zu erschließen.
Integraler Bestandteil der Forschungsarbeiten ist die Untersuchung der Anwendung und Optimierung von dezentralen Strahlungsheizsytemen [Hellstrahler und Dunkelstrahler] in Hallen, die sich aufgrund ihrer physikalischen Wirkmechanismen der Wärmeübertragung [IR-Strahlung] und ihrer geringen Trägheit besonders für den Einsatz in gewerblichen Hallen eignen.
























