Forschungsprojekt „Zukunft Bau“ von Hallengebäuden abgeschlossen

Das von der figawa [Bundesvereinigung der Firmen im Gas- und Wasserfach e.V.] initiierte und vom Bauministerium geförderte Forschungsprojekt „Gesamtanalyse Energieeffizienz Hallengebäude“ ist im Juni 2011 erfolgreich abgeschlossen worden – die Ergebnisse liegen nun vor.

Forschungsprojekt Zukunft Bau - Informationen vom Heizungshersteller Schwank

Das Ziel der Forschung war die Schaffung von wissenschaftlichen Grundlagen für die energetische Bewertung dieser Gebäudeart und die Erschließung weiterer Energiesparpotentiale für die Zukunft. Federführend wurden die Forschungsarbeiten am Institut für Technische Gebäudeausrüstung (itg) Dresden, Herrn Prof. Oschatz sowie der Gesamthochschule Kassel, Herrn Prof. Maas durchgeführt. Eine Expertengruppe mit Vertretern der Bauindustrie sowie der verschiedenen Hallenheizsysteme – für dezentrale Strahlungssysteme nahm Konrad Weber, Entwicklungsleiter der Schwank GmbH, teil - stellte die nötige Praxisorientierung sicher.

 

Um das ganze Spektrum von Hallengebäuden zu erfassen, wurden 6 Gebäudetypen mit ihren baulichen Eigenschaften und Nutzungsprofilen charakterisiert: Werkstatt, Fertigungsbetrieb, Logistikhalle, Turnhalle, Baumarkt und Lebensmittelmarkt – jeweils für den typischen baulichen Bestand und als moderner Neubau. Rechnerischen Bedarfswerten für die Beheizung wurden vorliegende reale Energieverbrauchswerte und deren Unterschiede analysiert.

 

Das thermische Verhalten der Gebäude mit der darin befindlichen Anlagentechnik und ihrer Nutzung wurde in aufwendigen Simulationsrechnungen studiert. Differenziert wurde die Energieeffizienz verschiedener Heizsysteme in Hallen analysiert: neben Hell- und Dunkelstrahlern wurden Warmluftheizsysteme sowie zentrale Wärmeerzeuger mit wasserbetriebenen Deckenstrahlplatten und Fußbodenheizungen betrachtet.

 

Folgende Ergebnisse ergaben sich aus der Studie:

 

  • Mit ca. 100 Mrd. kWh ist der jährliche Heizenergieverbrauch in Hallen nicht zu vernachlässigen; er stellt zwischen 14 und 19% des Gesamtenergieverbrauchs für Raumwärme in Deutschland dar.
  • Im Sinne einer Gesamtenergie- und Umweltbilanz für Hallengebäude in Deutschland überwiegt das Energieeinsparpotential im Gebäudebestand auch mittelfristig bei weitem alle Effekte der Verschärfung der Anforderungen im Neubau – gerade im Bestand liegen die großen Vorteile von Heizungsanlagen mit modernen Hell- und Dunkelstrahlern.
  • Hallenheizungssysteme auf Basis von Hell- und Dunkelstrahlern mit hohen Strahlungsfaktoren nach DIN EN 416-2 und 419-2 - wie die Produkte supraSchwank und superTube - weisen die geringsten Energieverbräuche aller betrachteten Heizsysteme auf; besonders ihre Strahlungswirkung bei hohen Räumen und ihr nahezu trägheitsloser Betrieb zeichnet die energetischen Vorteile aus.
  • Auch für die weitere Energieversorgung von Hallen – für 2012 ist die Novellierung der EnEV und des EEWärmeG angekündigt – plädieren die Forscher für eine starke Rolle moderner dezentraler Gasstrahlungsheizungen – möglicherweise mit einem größeren Nutzungsanteil von Biogas.
  • Als eine wesentliche Möglichkeit eines zukünftigen Effizienzsprunges in Hallen nennt der Forschungsbericht die gezielte Ausweitung der Wärmerückgewinnung aus Abgas, Abluft und inneren Prozessen – dieses Potential wird bei Schwank durch moderne hybrid-Systeme  erschlossen.

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